Offener Brief
An alle die es lesen wollen!
Vorwort:
Ich habe schon lange überlegt, ob ich das hier veröffentliche oder nicht, ich mache mir damit sicher keine Freunde! Aber es ist meine Überzeugung, wie ich denke und fühle! Aber lest erst mal und sprecht miteinander, um dann zu entscheiden, ob nicht was Wahres dran ist!
Ich weiß nicht, warum es hier in unserem Land doch allzu viele Indianisch-glaubende Menschen gibt!
Und, hey!!
Was ist nur los mit euch?!
Wenn Ihr an den großen Geist glaubt… OK, aber warum lasst Ihr es so raushängen? Ist das indianisch?
Ich weiß nicht wie viele es gibt, die es lieber für sich behalten, das ist auch OK und wünschenswert, denn für diese Leute ist es nicht nur Mode oder schick!
Wenn ich nicht mehr in eine Kirche gehe, sage ich Euch auch nicht, dass Ihr nicht mehr hingehen sollt, oder? Was tut ihr? Und warum tut ihr das?
Beim Durchstöbern der Deutschen Internetseiten und auch bei WKW-Indianerseiten, könnte man schon fast annehmen, dass es hier bei uns mehr Indianisch-glaubende Leute gibt, wie in den gesamten Vereinigten Staaten!
Und warum müsst Ihr dann auch noch mit doch allzu gut gemeinten Gästebucheinträgen andere Mitglieder bekehren? (Die meisten Sprüche sind eh von Weißen für Weiße geschrieben - und/oder sogar für Geld.)
Ja, ich kenne ein paar Indianer - und? - bin ich deshalb ein besserer Mensch?
Ganz sicher nicht! Aber etliche Personen schreiben so was auf ihre Seite!!
Will man so sein Image aufpolieren?!
Dann gibt es die, die sagen, Ihr dürft nicht an den großen Geist glauben.
WARUM?
Diese Leute sollten doch mal den abertausenden Indianern sagen, ihr dürft z. B. nicht an die katholische Kirche (und damit an Gott) glauben!
Noch gibt es die Religionsfreiheit!
Es kommt da! wohl auf den Umgang an! mit der Religion und wie ehrlich man es meint!
Ich denke, dass hier in unserem Land der Indianer - ob guter oder nicht guter Indianer - auf einen Thron gesetzt wird - selbst wenn er es gar nicht will -, weil viele es doch super toll finden, wenn sie einen echten Indianer kennen. Oder wollen sie ihre Freunde damit beeindrucken!?
Ich verstehe so was nicht!
Ich habe solche Leute doch schon allzu oft gesehen!
Sie handeln nach dem Motto: Du Indianer? Dann du mein Freund! Ohne zu wissen, ob der Mensch gut oder nicht gut ist.
Ihr ladet sie in Eure Tipis oder Wohnungen ein, ohne was über diesen Menschen zu wissen!
Würdet Ihr das auch für einen Obdachlosen oder „Knacki“ (einen Nicht-Indianer) tun?
Na?
Mal ehrlich!?
Wenn ja, dann habt Ihr meinen Respekt!
Ich möchte nur mal wissen, wie viele von denen auch schon mal in den USA waren und dort das - zum Teil erbärmliche - Leben dort gesehen haben?
Und es tut mir sehr leid, wenn ich Eure Vorstellung vom doch-so-tollen-Indianer nun zerstöre!
Denn heute gibt es den gut gebauten Indianer, mit langen Haaren der mit seinem schwarzen Pferd im Abendrot reitet und viele Pferde für eine Frau gibt, nicht mehr!
Es gibt viele solcher Beispiele - das könnt Ihr mir glauben!
Hier z.B. eine Email an mich:
„ich suche einen Indianer als Freund?!!“.
Auf meine frage hin, wie die Dame das meint sagte sie:
„na halt so als Mann!“. Und ob ich ihr da was vermitteln könnte?
Au… also frage ich sie wieder, ob sie denn auch seine Zähne sehen will, bevor sie ihn heiraten will….
Leider habe ich nie wieder was von der Dame gehört!
Klar, kommen jetzt die, die sagen, wenn ich mir einen Indianer einlade, lerne ich ihn doch kennen. Und das ist gut so. Doch der Grund ist für manche ein ganz anderer!
Das ist auch nicht das Thema! Sondern es geht um die, die es nur tun, um zu sagen, „ich kenne einen Indianer und der ist mein Freund“. Und dabei eine riesige Portion Schleim hinterlassen wenn sie die mit Geschenken behängen – natürlich nur, wenn es auch alle mit bekommen. Wäre es nicht besser mal zu hören, was er so sagt oder tut und denkt?
Und wenn ich ihm dann schon was schenken mag, wäre es nicht indianischer, dieses unter vier Augen zu tun? Dann hätte man auch seinen und meinen Respekt!
Und das Alles nur weil er ein echter Indianer ist?
Was ist denn an diesen Menschen so anders? Es sind Menschen wie Du und ich. Und so wollen sie doch auch behandelt werden!
Ich möchte hier nicht Leute angreifen, die Indianer als echte Freunde haben!
NEIN! UM DIE GEHT ES NICHT!!
Ja, ich bin einer von denen, die in indianischer Kleidung Indianer als Hobby spielen.
Und ja, ich habe auch großen Respekt vor der Kultur und ihrer Religion!
Und damit spiele ich auch nicht. Schon gar nicht mit ihrer Religion.
Denn um zu fühlen braucht man keine indianische Kleidung, die Kleidung dient nur der optischen Darstellung der Alten Zeit! Und das ist das HOBBY.
Mir sagte mal ein Mann vor einiger Zeit: man könnte ein Indianervolk nicht als Hobby betreiben.
Und ja! Er hat recht!
Es ist die Darstellung der Alten Zeit - das ist das Hobby. Denn, ich kann immer aufhören damit! Das ist es, was sie damals nicht konnten!!
(Und so nebenbei: Ich habe in Rapid City einen Deutschen Club besucht. Da war auch eine Thailänderin im Dindl! Und ich fand es OK).
Und dann gibt es die, die sagen, ich brauche meine Indianerkleidung, um mich als Indianer zu fühlen.
Hey!!
Sagt DAS mal einem Indianer, der wird sich nicht mehr einkriegen vor Lachen.
Denn er ist ein Indianer und dazu braucht er keine alte Tracht!
Und so nebenbei gesagt - wenn ich an was auch immer glaube, dann ist es wohl doch egal, ob ich in einer alten Tracht dastehe oder nicht!
So, wenn ich jetzt schon mal dabei bin, meine Gedanken aufzuschreiben, noch was zu denen, die sich mit indianischen Namen schmücken:
Wenn man einen Indianer-Namen bekommen hat, also nicht wie beispielsweise Peter Maff…, dann ist das auch `ne gute Sache, aber wer hat das denn wirklich?
Die Indianer die ich kenne, sind mit Recht auch sehr stolz auf ihren Namen, da er auch meist über den Clan was aussagt.
Aber es hat denn Anschein, dass hier fast jeder nur Schwarzer, Grauer, Weißer Wolf oder Adler, Büffel usw. heißt und das, weil sie ja das Tier als Kraft-Tier gefunden haben.
OK, Ihr wisst es wohl nicht besser?
Ich bin stolz auf meinen deutschen Namen, den ich von meinen Eltern habe und meinem Land und das ist gut so!
Aber warum nur sind so viele so scharf darauf, ein Indianer-Namen zu bekommen?!
ICH WEISS ES NICHT.
Um die alte Zeit nachzuahmen könnte ich es ja noch verstehen, aber es ist doch nur das Nachspielen der alten Zeit! Wie in einer Rolle die man spielt!
Ihr seid keine Indianer - Euer Ars…. ist weiß! und wisst Ihr wie die Indianer heute noch unter Rassismus leiden müssen, weil sie einen Indianernamen haben?
Es wird zum Teil die Armut ausgenutzt, um sich in eine Indianer-Familie einzukaufen.
Hey! Euch will ich sagen, Ihr könnt in keinster Weise Stolz sein!
Wenn sich die wirklich Interessierten mit der Mentalität der vielen Stämme mal auseinandersetzen würden, dann würden sie vielleicht anders denken! Und auch dazu beitragen, dass ein besseres Verständnis da ist für Indianer und Nicht-Indianer!
Viele schreiben „Mita oyasin“ am Ende ihrer Zeilen. OK! Von denen abgesehen, die nicht mal wissen was es heißt, und es sich ja toll macht, wenn schon der Rest von ihrem Text in Deutsch ist!
„Wir sind alle Verwandte“. Aber machen wir nicht doch schon einen Unterschied?
Wenn wir einen Penner auf der Strasse seh’n, schauen wir zum Teil nur mit Abscheu hin (wenn überhaupt).
Aber, Hallo! Wir sind doch alle Verwandte!!??
Bei einem Indianer allerdings würden dann doch viele sagen: „Oh, der Arme! Gib ihm ein paar Bucks (Dollar) - wir sind doch alle Verwandte!
Ich werde hier nicht schreiben, wie ich und in welchem Maße helfe. Denn das wäre nicht in meinem Sinne, mich mit Vergangenen Taten zu brüsten. Es ist auch nicht von Bedeutung was man getan hat, sondern es ist nur wichtig was wir noch tun werden!
Klar helfe ich Indianern und auch einem Penner. Und zwar so wie ich es eben kann!
Aber warum nicht auch den Kindern in Afrika?
Ich denke, mal dem Penner, weil sein Leid mir vor Augen ist. Und so ist es auch bei den Indianern! Ich habe deren Leid vor Ort gesehen und finde, dass sie kaum eine Lobby haben!!
Wenn ich helfe, dann aber so (um mal wieder zu den Indianer-Weisheiten zu kommen):
Ich gebe einem Mann der Hunger hat nichts zu essen, sondern zeige ihm wie er Fische fangen kann!
Ich möchte hier in keinster Weise Leute angreifen oder ihnen auf die Füße treten. Es ist meine Meinung, die ich mir im Laufe meines Lebens bilden konnte und hoffe hiermit Stoff zum Um- oder zumindest Nachdenken gegeben habe.
Ihr kennt ja die tolle Weisheit „100 Meilen in den Moccassins“.
Ich glaube der Eine oder Andere wird es schon richtig verstehen wie ich das gemeint habe!

von U. Ackermann
Mit der Kraft meiner Worte und der Stärke meiner Stimme
möchte ich mich hiermit in der Öffentlichkeit von Hobby-Plastik-Indianer-Schamanen distanzieren
Auf Grund gesammelter Erfahrungen im Laufe meiner Zeit in der ich mich mehr und mehr mit dem
Leben der Natives (Indianer) beschäftigte, möchte ich mich heute von denjenigen lossagen, die hier in
Deutschland als Hobby-Schamanen Federn zur Ehrung verteilen und auch Namensgebungen, so
genannte „Indianische“ Hochzeiten, Reinigungsriten usw. zelebrieren.
Es ist so, ich mache seit meinen 16. Lebensjahr dieses Hobby, wobei sich mit der Zeit meine Einstellung zum Tragen von Federn geändert hat
Indianer-Fans und Hobbyisten gibt es viele auf der Welt. Interessante Web-Seiten zu diesem Thema auch. Nicht jeder Fan betreibt sein Hobby mit größter Sorgfalt und Genauigkeit zum Detail.
Doch an all diejenigen, die sich eine Feder an den Kopf stecken und sich auf den Mund hauen, bis sie dann indianisch Schreien, all denen möchte ich zu dieser Thematik meine Gedanken dazu mitteilen. Vielleicht kann der Eine oder Andere sich damit identifizieren und vor dem nächsten Kauf von Perlen, Leder, Fell oder sonstigen Sachen, mit denen man sich schmücken will, darüber Gedanken machen, mal etwas weniger dafür auszugeben und ein paar Euros in wirklich "lebenswichtige" Dinge zu investieren. Denn den Indianern "da drüben" hilft es nicht beim Überleben, dass wir hier deren Kultur pflegen indem wir uns ihre Religion aneignen und zelebrieren oder ihre Kleider nach alten Vorlagen nachfertigen etc. pp.
All denen, die die Bedeutung der Feder nicht wissen oder nicht wissen wollen, all denen, den es sch... egal ist, was heute mit dem Volk los ist… all denen sagen wir: dass wir uns von solchen Hobbyisten distanzieren
All denen die sich eine Feder an den Kopf stecken, möchte ich sagen, dass sie nie die Bedeutung erkennen, die die Feder für die Natives hat. Eine Feder von einem Native zu bekommen und diese nicht zu tragen, das bedeutet für mich Respekt vor dem was eine Feder für die Natives bedeutet!
Ich habe gelernt, dass viele im deutschen Hobby sich mit Federn schmücken - zur Darstellung einer alten Zeit. Das ist soweit noch OK und es ist auch eine tolle Sache, wenn man hier im Hobby eine Feder für einen besonderen Anlass bzw. Taten bekommt, aber all das was sie im Hobby tun, ist und bleibt doch nur das nachspielen der alten Zeit!
Und Ihr solltet eure Federn – aus Respekt - ablegen, zumindest wenn ein Native in der Nähe ist.
Wir alle wissen, dass wir hier mit unserem Geld viele Federn kaufen könnten, aber diese Federn haben keine Bedeutung. Ist es das was Ihr wollt? Mit vielen Federn umherlaufen damit Ihr ausseht wie ein echter Native?
Ich glaube nein! Wir wollen doch die alte Zeit nachstellen! Oder?
Wir wissen doch, dass wir keine Indianer sind. Es ist doch ein Hobby! Das heißt, am Wochenende oder mal eine Woche Indianer spielen, das ist alles was wir tun, denn am Sonntag oder Montag sitzen wir in unserm schicken und klimatisierten Auto und fahren Heim. Wir müssen hier nicht ums Überleben kämpfen.
OK, wir machen die alte Zeit nach. Aber was tun wir in 100 Jahren? Machen wir da auch die Zeit vor 100 Jahren nach? Das stelle ich mir sehr schwierig vor. Oder wollen wir dann auch in abgewrackten Wohntrailern schlafen in Gebieten mit Schimmel- und Uranverseuchten Wasser?
Wohl kaum!! Es ist so, dass die Natives heute auch noch leben und wir alle sollten ihnen mit Respekt gegenübertreten und deshalb keine Federn tragen, die wir uns hier aus Spaß an den Kopf stecken, um auszusehen wie ein echter Indianer
Ich bin der Meinung das sollten wir einfach nicht tun.
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